Klimawandel: endlich handeln, aber wie?

09. September 2009

Dass gehandelt werden muss, bestreitet niemand. Zumindest niemand aus der Reihe der Gäste, die KlimAktiv und B.A.U.M. am Abend des 8.9. zur Diskussion geladen hatten. Trotzdem herrschte nicht unbedingt Einigkeit.

Podium endlich handeln! 8.9.2009Der Abend sollte ein Brückenschlag zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden. Den Auftakt machte dabei eine Liveschaltung zu Arved Fuchs, der sich zur Zeit auf einer Expedition im arktischen Eismeer befindet. Er lieferte den Podiumsteilnehmern sowohl die praktische Vorgabe – der Klimawandel ist spürbar – als auch die konkrete Aufforderung an die Politik, den Aufwand an Energie, der für die Wirtschaftskrise aufgeboten wurde, ebenfalls im Hinblick auf den Klimaschutz einzusetzen.
Audio: fuchs_8_9_2009

Auch die Vertreter der Wissenschaft formulierten Handlungsanweisungen an die Regierungen, vor allem in Hinsicht auf die kommende Weltklimakonferenz in Kopenhagen. Prof. Dr. Stefan Rahmstorf (PIK) wies auf das weltweite Emissionskontingent hin sowie auf die Herausforderung, dieses gerecht und nachhaltig zu verteilen. “Wenn wir die Klimaerwärmung bei +2 Grad stabilisieren wollen, dürfen bis 2050 weltweit maximal 750 Giga-Tonnen CO2 emittiert werden, wir haben also ein fixes CO2-Budget.” Prof. Dr. Claudia Kempfert (DIW Berlin) verband diese Gegebenheiten des internationalen Klimaschutzes mit der direkten Forderung an den Einzelnen, sich auch als Privatmensch für das Klima zu engagieren.
Zuvor hatte Prof. Dr. Latif (GEOMAR) schon seine Bedenken – seinen bösen Traum – angemahnt: Im schlimmsten Falle würden die nächsten zwanzig Jahre ebenso ergebnislos verlaufen wie die letzten.

Das Handeln also stand außer Frage, das “Wie?” blieb allerdings ein wenig im Dunkeln. Die politische Seite der Diskussion zeigte sich in großen Teilen recht einig, wenig erstaunlich, handelte es sich doch durch die Bank um die jeweils klimaschutz-affinen Vertreter der jeweiligen Parteien. Dass die Zukunft den erneuerbaren Energien gehöre, war unstrittig, die generelle Notwendigkeit des Klimaschutzes ohnehin. Im Detail unterscheiden sich die Positionen der Parteien bekanntermaßen, zum Beispiel im Hinblick auf den Neubau von Kohlekraftwerken.

Mojib Latif bei endlich handeln! 8.9.2009Eine wirkliche Handlungsanweisung blieb also aus – sie durfte auch nicht erwartet werden. Erstaunlich konkret wurde jedoch die Kritik am System, am Lobbyismus. Am Ende forderte Moderator Dr. Gerd Rosenkranz von der Politik “etwas weniger Opportunismus” und “Beschleunigung, nicht Entschleunigung” ein.
Die Aussichten auf eine schnelle und effiziente Lösung des weltweiten Energie- und Klimaproblems sind durchaus düster, scheint das Fazit der Diskussionrunde zu lauten. Trotzdem verlieh Prof. Dr. Latif seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich das existierende System aus lähmend-konkurrierenden Machtinteressen selbst destabilisieren und damit einer zukunftsgerichteten Reform Platz machen müsse.
Audio: latif_8_9_2009

Die Einladung zur Podiumsdiskussion mit einer Liste aller Beteiligten finden Sie hier.
Bei Interesse an umfanreicherem Audio- und Videomaterial wenden Sie sich bitte an uns.

Podiumsdiskussion: Berlin, 8.9.2009

02. September 2009

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endlich handeln! - KlimAktiv

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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir  möchten  Sie  gerne  auf  eine  Veranstaltung hinweisen,  die  wir  im  Rahmen  unserer  Kampagne ‚endlich-handeln‘  durchführen und zu der wir Sie hiermit herzlich einladen.

Am 8. September 2009 werden Vertreter von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft im Rahmen einer Podiumsdiskussion   in   Berlin   aufeinander   treffen,   um   über   die   aktuellen   Erkenntnisse   zum Klimawandel und die möglichen bzw. nötigen Konsequenzen zu diskutieren.

Als Teilnehmer dieser Diskussion, die unter dem Motto „Klimawandel: endlich handeln – aber wie?“ steht, haben zugesagt:

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- Frank Schwabe
(MdB SPD, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)
- Bärbel Höhn
(MdB Die Grünen, stv. Fraktionsvorsitzende)
- Michael Kauch
(MdB FDP, umweltpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion)
- Eva Bulling-Schröter
(MdB Die Linke, stv. Vorsitzende des Umweltausschusses)
- Prof. Dr. Stefan Rahmstorf
(Institute for Climate Impact Research Potsdam, PIK)
- Prof. Dr. Mojib Latif
(Leibniz Institut für Meereswissenschaften, Kiel)
- Prof. Dr. Claudia Kemfert
(Energieökonomin, DIW)
- Thomas Jorberg
(Vorstandsvorsitzender der GLS Bank)

- Arved Fuchs
per Live Schaltung von seiner aktuellen Expedition in die Arktis

Moderation: Dr. Gerd Rosenkranz, politischer Leiter der Deutschen Umwelthilfe

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Die   Veranstaltung   findet   im   Atrium   der   Hauptstadt-Repräsentanz   der   Deutschen   Telekom   AG, Französische Straße 33a-c, am 8.9. 09 von 18:00 bis 20:30 Uhr statt.

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Wir freuen uns auf Ihr Kommen und eine intensive Diskussion!

Stephan Schunkert


www.endlich-handeln.de

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KlimAktiv gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Klimaschutzes mbH
Drosselweg 11
72076 Tübingen
fon +49.7071.85797-15
mobil 0176-617 70 476
www.klimAktiv.de
mit freundlicher Unterstützung der Deutsche Telekom AG

Gefährliche Situation für ambitioniertes Klima-Abkommen in Kopenhagen

15. August 2009

Bonn – Nach einer weiteren einwöchigen Vorbereitungsrunde in Bonn zu einem neuen UN-Klima-Abkommen im Dezember 2009 sieht Christoph Bals, politischer Geschäftsführer von Germanwatch, die Verhandlungen in einer kritischen Phase angekommen.

“Wir stehen in einer gefährlichen Situation. Einerseits versuchen die erdölexportierenden Staaten – angetrieben etwa von Saudi-Arabien – den gesamten Prozess zu untergraben. Ein Teil der Entwicklungsländer, verärgert über die bislang unzureichenden Klimaschutz- und Finanzierungsangebote der Industrieländer, lässt sich dazu instrumentalisieren. Dies spielt einigen großen Industrieländern, wie Kanada, Russland und manchen in den USA in die Hände, die sich freuen würden, in Kopenhagen mit einer unverbindlichen politischen Erklärung statt einem verbindlichem Vertrag davon zu kommen.”

Im Rahmen des G8-Gipfels in L’Aquila sowie der Runde der größten Volkswirtschaften (Major Economies Forum) haben die großen Spieler die Messlatte für die Verhandlungen selbst aufgelegt. Sie verständigten sich darauf, dass ein neues Abkommen die Klimaerwärmung unter der Großgefahrenschwelle von zwei Grad halten soll, das die Treibhausgase in den Industrieländern bis 2050 um wenigstens 80 Prozent reduziert und mindestens eine Halbierung weltweit erreicht. Die UN-Verhandlungen sind allerdings bisher noch weit davon entfernt, dieses Ziel in konkrete Handlungs- und Finanzzusagen für die kommenden Jahre umzusetzen.

“Das Bekenntnis der Staats- und Regierungschefs dazu ist notwendig, um Schwung in diese Verhandlungen zu bringen. Aber eine G20-Erklärung kann ein rechtlich verbindliches UN-Abkommen nicht ersetzen. Sonst landen wir in Kopenhagen bei einer politischen Erklärung, die das Papier nicht wert ist, auf der sie steht. Und die Staaten, deren Existenzen durch den Klimawandel auf dem Spiel stehen, insbesondere die ärmsten Entwicklungsländer und kleine Inselstaaten, werden von den wichtigsten Entscheidungen ausgeschlossen”, so Bals weiter.

Bisher bleiben die angekündigten Reduktionsziele der Industrieländer weit hinter dem zurück, was notwendig wäre, um das Zwei-Grad-Limit einzuhalten. Auch gaben die Industrieländer nach wie vor nicht die notwendigen Signale für Finanzzusagen an die Schwellen- und Entwicklungsländer sowie für das notwendige Ausmaß einer Technologiekooperation. “Damit sich die Schwellenländer auf eigene ambitionierte Klimaschutzleistungen festlegen, sind die Zusagen der Industrieländer dringend notwendig. Ansonsten wird sich an der derzeitigen Blockade nichts ändern. Eine solche Krise war zu erwarten. Es bleibt zu hoffen, dass sie letztlich den Anstoß zu einem Fortschritt in den Verhandlungen im September bringen wird”, erklärt Bals.


Quelle: Germanwatch

Die Uhr tickt – und die Welt spielt Mikado

02. August 2009

mikado_q.photocaseWer sich zuerst rührt, hat verloren. Weder Industrie- noch Schwellenländer verraten in den Weltklimaverhandlungen, wer wieviel leisten will.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon startete bei seinem Besuch in China den Versuch, Bewegung in das Mikado Spiel vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen zu bringen. Er definierte die Regeln neu. Nicht der, der sich bewegt hat verloren. Nein, er forderte China auf um zu gewinnen, die Führungsrolle im 21. Jahrhundert zu übernehmen und zu handeln.

In der Woche drauf reiste Obama und Hillary Clinton nach China um in einem gemeinsamen Memorandum sich bis Kopenhagen bilateral auf einen Nenner zu bringen. Bewegt hat sich jedoch bis jetzt nichts!

Im nordschedischen Wintersportort Åre traffen sich letzte Woche die europäischen Umweltminister zum «letzten Trainingscamp vorm Finale».

Bei all den Verhandlungen haben wir die Möglichkeit zu handeln, machen Sie mit und setzen Sie Ihr Zeichen.
Wer den Start verschläft, wird am Ende nicht der Gewinner sein.

KlimAktiv Stephan Schunkert

Weltklimarat warnt vor Scheitern in Kopenhagen

20. Juli 2009

pachauri_rajendra_q_wikipedia_wef2008_CCDer Vorsitzende des Weltklimarats, Rajendra Pachauri, hat vor einem Scheitern des geplanten Klimaabkommens in Kopenhagen gewarnt. Wenn es bei der Konferenz im Dezember nicht zu einer guten Vereinbarung komme, hätten besonders die Entwicklungsländer unter weitreichenden humanitären und wirtschaftlichen Folgen zu leiden, sagte Pachauri in New York.

Mehr dazu lesen Sie bei KlimAktiv
http://www.klimaktiv.de/article227_8446.html

Pressespiegel Kampagnenstart

16. Juli 2009

Der Start unserer Kampagne “endlich handeln!” hat einigen Staub aufgewirbelt, das Medieninteresse war – vor allem im Onlinebereich – entsprechend groß. Wir haben hier eine Übersicht der Veröffentlichungen zusammengestellt:

Nachhaltigkeit.org: Zum Handeln aufgefordert
Am 10. Juli startete die Kampagne “Endlich Handeln!” mit dem Ziel, bis zum Klimagipfel mindestens 10000 Bürger zu “KlimAktivisten” zu machen…
www.nachhaltigkeit.org

Utopia.de: GLS Bank unterstützt die Klimakampagne „Endlich-handeln!“
http://www.utopia.de/company/5/tab/15/content/425

Josef Göppel (MdB CSU): Start der Klimakampagne „Endlich-handeln!“
10.000 Bürger fangen schon mal an – Kopenhagen soll folgen
http://www.goeppel.de/neuigkeiten/nachricht/article/342/start-der-kl.html

glocalist.com: Klimakampagne “Endlich handeln”
Berlin (10.7.09): Angesichts der mageren konkreten Ergebnisse des G8-Treffens in Italien und der allgemeine Handlungsschwäche in Richtung Klimaziele, starteten mehrere Organisationen die Kampagne “Endlich Handeln”…
http://www.glocalist.com/news/kategorie/oekologie/titel/klimakampagne-endlich-handeln/

NABU: Wie klimafreundlich leben Sie?
Mehr Klimaschutz wagen – jetzt eigenes CO2-Konto eröffnen!
http://www.nabu.de/themen/klimaschutz/selbstaktivwerden/11271.html

Franz Alt: Start der Klimakampagne “Endlich handeln!”
http://sonnenseite.com/

ClimatePartner: Ich fang dann schon mal an…
Die Kampagne ist ein Votum an die Staatenlenker, die im Dezember in Kopenhagen ein neues entschlossenes Klimaschutzabkommen in die Wege leiten sollen…
http://climatepartner.wordpress.com/2009/07/10/ich-fang-dann-schon-mal-an/

Bio-Markt.info: GLS Bank unterstützt Klimakampagne
http://www.bio-markt.info/

Proplanta: Berlin - Der NABU unterstützt als erster großer Umweltverband die Klimakampagne „Endlich handeln!“
http://www.proplanta.de/

Boerse-Go.de: NABU unterstützt Klimakampagne Endlich-handeln!
Berlin – Der NABU unterstützt als erster großer Umweltverband die Klimakampagne “Endlich handeln!”. Weil die aktuellen Klimaverhandlungen beim G8-Gipfel in …

Deutsches Verbände Forum: NABU unterstützt Klimakampagne “Endlich-handeln!”
Politik hat noch 150 Tage für Endspurt zu einem neuen Weltklimaabkommen
http://www.verbaende.com/News.php4?m=62721

KlimAktiv.de: Neue Klimakampagne legt einen tollen Start hin
Vergangenen Freitag fiel der Startschuss für die Klimaschutzkampagne „endlich handeln”. Heute, zu Beginn der neuen Woche, sind es bereits nahezu 250 Leute, die mitmachen…
http://www.klimaktiv.de/article251_8413.html

CO2-Handel.de: 10000 KlimAktivisten gehen der Politik voran
http://www.co2-handel.de/

endlich-handeln.de – Neue Klimakampagne legt einen tollen Start hin!

13. Juli 2009

Vergangenen Freitag fiel der Startschuss für die Klimaschutzkampagne „endlich handeln“.
Ziel der Kampagne ist es, in den 150 Tagen bis zur Weltklimakonferenz in Kopenhagen zehntausend Bürger als “Klimaktivisten” zu gewinnen.

Jeder “Klimaktivist” eröffnet sein eigenes CO2-Konto, mit dem er sich für ein klimabewusstes Handeln entscheidet und individuelle Schritte unternimmt, um seinen Anteil am CO2-Ausstoß zu verringern. Die Bürger können damit ein Zeichen setzen und die Entscheidungsträger in Kopenhagen zu entschlossenem Handeln auffordern.

Heute, zu Beginn der neuen Woche, sind es bereits deutlich über 200 Leute, die mitmachen. Dies ist insofern eine tolle Zahl, weil hier jeder Teilnehmer nicht nur einfach sein Votum abgibt, sondern im Sinne des Mottos selbst handelt, indem er Zeit investiert und sich informiert. Nur dies kann die Grundlage sein, um den eigenen CO2-Ausstoß zu verringern.

„Das ist schon beeindruckend, was da geschieht“, so Geschäftsführer Stephan Schunkert der gemeinnützige KlimAktiv, die die Kampagne ins Leben gerufen hat. „Man muss sich nur mal anschauen, wie viele Menschen innerhalb kurzer Zeit sich über myspace, twitter oder StudiVZ mit dem Thema Klimaschutz auseinander setzen. Wir sind beeindruckt und sicher, auf einem guten Weg zu sein.“

Ein Kommentar auf facebook zeigt das Potential auf: „Wenn jeder, der bei www.endlich-handeln.de  teilnimmt, noch zwei andere Leute mitzieht, die dann wiederum je zwei Leute mitziehen, die ihrerseits natürlich wieder je zwei ….und so weiter: Ihr wisst schon – dann müssten die 10.000 doch ein Klacks sein. Zeigen wir’s denen in Kopenhagen!“

Denn eines ist klar – das Klima lässt nicht mit sich verhandeln und der Klimawandel ist heute bereits messbar und sichtbar. Die Menschheit im Ganzen und im Einzelnen muss handeln, wenn wir den Klimawandel in erträglichen Grenzen halten wollen.

(bz-klimaktiv)

Radiointerview im Deutschlandfunk

10. Juli 2009
Werde KlimAktivist

endlich handeln!

Zum Start der Kampagne “endlich handeln!” führte der Deutschlandfunk ein Interview mit Stephan Schunkert, dem Geschäftsführer der KlimAktiv gGmbH.

Das Gespräch über die Hintergründe der Kampagne und ihre Ziele können Sie hier nachhören.
Deutschlandfunk: Interview endlich handeln!

Start der Klimakampagne „Endlich-handeln!“

10. Juli 2009

Die  Bürger fangen schon mal an – Kopenhagen soll folgen
150 Tage vor dem Klimagipfel in Kopenhagen (7.-18. Dezember) beginnt am 10. Juli 2009 die Kampagne ‚ Endlich Handeln!, deren Ziel es ist, bis zum Klimagipfel möglichst viele Bürger zu ‚KlimAktivisten‘ zu machen. Geschehen soll dies durch das Eröffnen eines individuellen CO2-Kontos, mit dem sich die Teilnehmer für ein klimabewusstes Handeln entscheiden und individuelle Schritte unternehmen, um ihren Anteil am CO2-Ausstoß zu optimieren. Mit der Kampagne soll den Entscheidungsträgern in Kopenhagen ein eindeutiges Votum der Bürgerinnen und Bürger mit einem Appell zur Ergreifung entschlossener Maßnahmen überbracht werden.
Initiiert von der gemeinnützigen KlimAktiv GmbH wird die Kampagne gemeinsam mit dem B.A.U.M. e.V. sowie mit Hilfe zahlreicher Unterstützer aus Wissenschaft, Umweltverbänden, Wirtschaft, Politik und Medien durchgeführt.
Die Schirmherrschaft wird gemeinsam getragen von Thomas Jorberg (GLS Bank), Prof. Dr. Claudia Kemfert (DIW), Ursula Sladek (EWS Schönau), Winfried Hermann (MdB Die Grünen), Josef Göppel (MdB CSU), Franz Alt (Journalist) und Arved Fuchs (Forscher) und Prof. Gege (BAUM e.V.)
„Wir möchten mit dieser Aktion den Bürgern die Möglichkeit geben, ein Zeichen für die Weltklimakonferenz in Kopenhagen zu setzen, indem Sie durch das CO2-Konto ihr persönliches Handeln belegen“, so Stephan Schunkert, Geschäftsführer der KlimAktiv gGmbH, die den CO2 Rechner mit Kontofunktion, gefördert durch das BMU, entwickelt hat.
„Es ist Zeit, zu handeln“, betont GLS Bank Vorstandssprecher Thomas Jorberg, der sich seit Jahren auch persönlich für den Klimaschutz engagiert. „Der Klimaschutz ist eine der wichtigsten Zeitfragen, wenn nicht die Schlüsselfrage überhaupt – ist doch eine intakte Umwelt letztlich auch ausschlaggebend für Krieg oder Frieden, Reichtum oder Armut und die Entwicklung der Wirtschaft.“
Die Initiatoren streben an, den Kreis der Partner und Unterstützer während der Kampagne noch zu erweitern, um so möglichst viele Gruppen der Gesellschaft zu erreichen. Auf dem eigenen Kampagnenportal ‚ www.endlich-handeln.de ‘ wird der jeweils aktuelle Stand der Kampagne zu verfolgen sein. Während der Kampagnendauer sind außerdem zwei Events geplant, im Rahmen derer neueste Erkenntnisse zum Klimawandel diskutiert werden sollen.
„Der Klimawandel macht nicht in der Arktis Stopp, sondern wird mit einiger Verzögerung den gesamten Globus erreichen. Wir haben keine Zeit zu verlieren!“, so Arved Fuchs, der gerade zu einer einjährigen Polarexpedition aufgebrochen ist, um die Veränderungen der Region durch den Klimawandel zu dokumentieren.
Die gemeinnützige KlimAktiv Gmbh widmet der unabhängigen und neutralen Beratung zum Klimaschutz und entwickelt und vertreibt Softwarewerkzeuge zur Berechnung klimarelevanter Prozesse. Der mit Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) entwickelte CO2-Rechner für Verbraucher wird inzwischen ergänzt durch Softwaretools für Schulen (KlimaChecker), Kommunen (Kampagnenportal, Sanierungsrechner) und Tourismus (Reiserechner). Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Tübingen.

(klimaktiv)